„Teamarbeit als Markenzeichen“

Verabschiedung von Schulamtsdirektor Johannes Müller – Festakt im Rittersaal

Es war die richtige Mischung aus lobenden Reden, beschwingten Musikbeiträgen, einem Moderator, der humorvoll das Programm servierte und einem perfekten „letzten Wort“ des gerade in den Ruhestand Verabschiedeten selbst, die dem fast dreistündigen Festakt im Rittersaal des Herzogsschlosses einen unterhaltsam kurzweiligen Stempel aufdrückte. Als Markenzeichen des leitenden und nun scheidenden Schulamtsdirektors Johannes Müller hob Personalratsvorsitzender Wolfgang Wende dessen wohltuenden Kooperations- und Teamarbeitsstil hervor

Sie dankten zusammen mit dem OB und dem Landrat in ihren Reden dem in den Ruhestand verabschiedeten SchAD Johannes Müller (5.v.l.), R Erwin Müller, SchAD Heribert Ketterl, AD Josef Schätz, SchAD Stefan Pielmeier, SchR Stephan Grotz, Personalratsvors. Wolfgang Wende, Moderator Bernd Vogel (v.l.)

So ließ auch das Duo Schulamtsdirektor Heribert Ketterl und Schulrat Stephan Grotz samt Lehrerkollege und Alleskönner Moderator Bernd Vogel eingangs der vorbereiteten Feier bereits aufhorchen. Denn Müller hatte sich, wie der stets witzig agierende Bernd Vogel verriet, als ehemaliger ABG-Absolvent und Schülersprecher musikalische Protagonisten „seiner“ Schule gewünscht. Und die heizten als Instrumentalisten der Band „Major 7“ zwischen den einzelnen Programmpunkten so richtig ein. Ebenso glänzten musikalisch  die eigens aus Wiesenfelden eingereiste Lehrermusi plus ihrem Kinderchor unter Leitung von Rosi Schneck und die von Flüchtlingskindern der in Ittling und St. Josef beheimateten Übergangsklassen, die unter Stabführung von Simone Dachs  treffend „Bunt singt gut“ verdeutlichten. Schließlich widmeten sogar die Viertklässler der GS St. Josef, geleitet von Dorothea Thom, dem „Herrn Müller“ ein Ständchen.

Heribert Ketterl und Stephan Grotz begrüßten namentlich nennend die zahlreichen Ehrengäste aus Politik, Schulen, Wirtschaft und Kirchen im bis auf den letzten Platz gefüllten Rittersaal. „ Diese Vielzahl an Gästen ist ein deutliches Zeichen für die von Wertschätzung, Respekt, Menschlichkeit und Humor geprägte nun zu Ende gehende Amtszeit unseres fachlichen Leiters“. Oberbürgermeister Markus Pannermayr würdige Johannes Müller als begeisterten Schulmann, der sich stets für junge Menschen einsetzte und dabei seine Leidenschaft für Pädagogik habe spüren lassen. Danach war es Landrat Josef Laumer, der, wie er launig betonte,  mit einer knappen „Bikinirede“ alles Wichtige abdecken wolle und das auch tat. Überaus anerkennenswert sei der Anteil von Müllers schulischem Einsatz daran, dass man einen prosperierenden Landkreis mit guten Arbeitsmarktzahlen habe.

Schüler/innen der GS St. Josef ließen Herrn Müller hochleben

Am Ende seiner Dienstzeit könne Johannes Müller auf eine beeindruckende erfolgreiche Karriere zurückblicken, stellte Josef Schätz, der in seiner Eigenschaft als Abteilungsdirektor bei der Regierung von Niederbayern die Laudatio hielt, fest. Wenn er heute auf seine 39 Dienstjahre als Lehrer, Seminarleiter, Schulleiter und fachlicher Schulamtsleiter zurückblicke, würde er die markanten Veränderungen und Entwicklungen im Schulwesen, die er alle mitgemeistert habe, registrieren. Er wolle an die einzelnen Stationen seiner beruflichen Laufbahn erinnern, die Müller 1981 bis 1991 als Lehrer an den Grundschulen in Schwarzach und Bogen begann. Als Semiarrektor  habe er von 1991 bis 2001 Lehramtsanwärter vorbereitet, sei 2001 Schulleiter der Volksschule Schwarzach geworden, wechselte 2007 als Schulrat an die Schulämter des Landkreises und der Stadt Straubing und wurde nach der 2009 erfolgten Ernennung zum Schulamtsdirektor ab 2012 zum Fachlichen Leiter der Schulämter bestellt. Im Rahmen aller immer bestens erfüllten Aufgaben habe er von ihm entwickelte eigene Schwerpunkte gesetzt, wie zum Beispiel das in enger Kooperation zwischen Mittelschulen und Berufsschulen bestimmten Schülern den Übergang zum Beruf erleichternde „ Straubinger Modell“ oder die Landkreis-Leseregion oder zusammen mit den Rotariern den Wettbewerb „Ich lebe gern in Straubing“. Mit seinem außerordentlich kollegialen Führungsstil und seiner bravourösen Meisterung aller Harusforderungen habe Johannes Müller deutliche Spuren in der Region Straubing hinterlassen. Heute sind die Themen Integration, Ganztag, Inklusion, digitale Bildung aktuelle Bildungsthemen. „Ein ganz besonderes Dankeschön schulde ich dafür, dass in Deiner Amtszeit und mit beispielhaftem Einsatz der Kolleginnen und Kollegen an Grund-, Mittel- und Berufsschulen, derzeit die Beschulug und Integration von Flüchtlingskindern und Jugendlichen mit großem Erfolg gelingt“, so der Abteilungsdirektor, der am Ende seiner Ausführungn mit der Aushändigung der Ruhestandsurkunde den Dank der Regierung von Niederbayern sowie des Regierungspräsidenten aussprach.

Für den Schulräteverband mit SchAD Stefan Pielmeier und die Kath. Erziehergemeinschaft (KEG) mit R Erwin Müller waren sich beide einig, dass der Verabschiedete eine großartige pädagogische Persönlichkeit war, der sich nachhaltig für die Umsetzung von neuen bildungspolitischen Ideen in der Praxis einsetzte. Als ein langjähriger Weggenosse von Johannes Müller rief Personalratsvorsitzender Wolfgang Wende die offene Art mit der dieser das Schulamt geführt habe ins Gedächtnis. Bei allen Problemen habe man immer gewusst, dass er für die Lehrer Zeit hatte, ihnen offen zuhörte und so manchen klugen Ratschlag erteilte. Stellvertretend für alle Kolleginnen und Kollegen sage er für die gute harmonische Zusammenabeit ein ganz dickes Dankeschön.

Er genieße das Besondere daran, in dieser prominenten Gesprächsrunde das letzte Wort zu haben, gestand Johannes Müller. Er wolle ganz sicher dabei auf bildungspolitische Auseinandersetzungen verzichten und nur in einer Zusammenschau von Bildern seinen ganz anschaulichen Dank an die Gruppen des Schulamt-Netzwerkes zum Ausdruck bringen. Was dann, angefangen unter dem Leitgedanken „Kind und Schule: Was habt ihr mit uns vor?“ bis zum letzten der 24 Bilder „Schule und Jugend brauchen starke Partner“ begleitet von den jeweils eindringlich ernst oder, wo passend, mit Humor gewürzten Erläuterungen von dem gerade zum neuen Ruheständler ernannten SchAD i.R die Zuhörerschar hoch interessiert verfolgte. Bis schließlich die Festivität ihren Abschluss fand beim genüsslich und fröhlich miteinander Plaudern bei den Köstlichkeiten eines kalten Büffets.

SchAD Müller zusammen mit OB Markus Pannermayr